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Sport & Vereine

Sind Flüchtlinge bei einer Sportverletzung krankenversichert?

Menschen mit befristeten oder unbefristeten Aufenthaltstiteln, einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung sind grundsätzlich krankenversichert oder haben Anspruch auf Gesundheitsversorgung, auch wenn sie nicht arbeiten oder nur wenig verdienen.

Wer kommt im Falle eines Unfalls für Schäden auf?

Die Kosten übernimmt grundsätzlich zunächst die (gesetzliche oder private) Krankenversicherung oder die Gesundheitsversorgung der betroffenen Person. Darüber hinaus sind alle Vereine, die einem Landessportbund bzw. –verband (LSB/LSV) angehören, und deren Mitglieder (auch Flüchtlinge die Mitglieder eines Sportvereins sind) im Rahmen einer Gruppenversicherung mindestens unfall-, haftpflicht-, und in den meisten Fällen auch, rechtsschutzversichert.

Gibt es eine Haftpflichtversicherung für Schäden gegenüber Dritten?

Für Flüchtlinge, die Vereinsmitglieder sind, gelten die gleichen Bestimmungen wie für alle anderen auch, d. h. es besteht Schutz nach den allgemeinen Bedingungen.

Können Flüchtlinge einen Spielerpass bekommen?

Eine Spielberechtigung muss durch den betreffenden Verein bei der Passstelle des jeweiligen Landesverbandes beantragt werden. Für die Antragstellung ist ein gültiger Aufenthaltstitel bzw. ein „blauer“ Flüchtlingspass, eine Aufenthaltsgestattung oder eine Duldung erforderlich. Kindern bis zum vollendeten 9. Lebensjahr müssen neben dem Antrag auf Erteilung einer Spielberechtigung nur die Kopie des Personaldokuments (z. B. Aufenthaltsgestattung oder Duldung) einreichen.

Bei Kindern ab dem 10. Lebensjahr und Erwachsenen wird lt. FIFA-Vorgaben zusätzlich ein „internationaler Freigabeschein“ benötigt. Dieser wird mit dem Antrag über den Landesverband beantragt und vom Verband des jeweiligen Herkunftslandes ausgestellt. Die weiteren notwendigen Unterlagen die benötigt werden um eine Spielberechtigung zu erhalten sollten bei dem jeweiligen Verein erfragt werden.

Ist eine ehrenamtliche Mitarbeit der Flüchtlinge im Verein möglich?

Ja, Flüchtlinge können unbezahlt ehrenamtlich im Verein mitarbeiten, ohne, dass es einer Genehmigung der Ausländerbehörde bedarf. In welchem Umfang genau dies im Einzelfall gilt, klärt die Sozialbehörde. Mitarbeit gegen eine Aufwandsentschädigung ist möglich, ist aber von einer Beschäftigungserlaubnis und auch dem genauen Aufenthaltsstatus abhängig. Auch hier ist Genaueres mit der Ausländerbehörde zu klären.